3D - Kinosysteme

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Xpan D


XPanD-Brille
XpanD arbeitet mit dem Shutterverfahren. Linkes und rechtes Auge bekommen jeweils 72 Bilder in jeder Sekunde präsentiert, das entspricht einer Gesamtbildrate von 144 Hertz am Projektor. Über Infrarotsender im Zuschauer-Raum werden die 3D-Brillen synchronisiert. Die Sender beziehen ihr Synchronsignal vom Projektor. Weil die Shutterbrillen spezielle Elektronik enthalten, die für ein aktives Öffnen und Schließen der LCD-Schicht sorgt, spricht man hier auch von einem aktiven Stereo-3D-Verfahren.



Vor und Nachteile

Der eigentliche Nachteil bei XpanD sind die Brillen selbst. Da sie 144-mal pro Sekunde umschalten müssen, entsteht ein hoher Lichtverlust. Durch die enthaltene Elektronik wiegen sie etwas mehr und sind wesentlich teurer als bspw. Polfilter-Brillen. Bei den älteren Modellen war kein Batteriewechsel möglich. Die neue Generation von XpanD-Brillen ist hingegen waschbar, wiegt weniger und ermöglicht ein Wechseln der Batterien.
Neben dem Design wurde auch die Empfangsqualität verbessert. Mittlerweile ist XpanD ein sehr zuverlässiges System und bietet stereoskopisch gesehen eine sehr gute Darstellungsqualität. Ebenso wie alle anderen Einzelprojektionsverfahren erlaubt XpanD das Verdrehen des Kopfes. Anders als bei Polfilterverfahren wie MasterImage oder RealD ist keine spezielle Silberleinwand notwendig.

Die Kanaltrennung ist recht gut, sodass Geisterbilder nur selten sichtbar werden. Die Bildhelligkeit ist bei XpanD eher gering, wobei der größte Lichtverlust durch die Shutterbrille selbst entsteht, leicht bemerkbar durch einfaches Auf- und Absetzen der Brille. So wird die Adaption überlistet und das Bild wirkt, wenn auch subjektiv, im Vergleich zu anderen Verfahren immer recht dunkel.

Foto XPand-Emitter
Typischer Einsatz


Aufgrund der Helligkeitsproblematik und der teuren Brillen ist XpanD weniger für große Kinos geeignet. Verluste oder Defekte bei XpanD-Brillen machen sich finanziell bemerkbar, anders als beispielsweise bei den günstigen Polfilter-Brillen. Die XpanD-Brillen müssen nach der Vorstellung stets wieder eingesammelt und gereinigt werden. Besonders geeignet ist XpanD aber für kleine Kinos und Spezialevents oder Anwendungen in Forschung, Entwicklung oder Ausbildung.

Entwicklung

Die Technik hinter XpanD war ursprünglich unter dem Namen NuVision bekannt und wurde später von der Firma X6D Ltd. aufgekauft. Im deutschsprachigen Raum stellte XpanD lange Zeit das am weitesten verbreitete System im Stereo-3D-Kinobereich dar, allerdings gab es bis dahin nur rund 20 Stereo-3D-Kinos im Lande. Seit die große Konkurrenz RealD durch die Ausstattung einer großen Multiplex-Kino-Kette mit 3D-Projektoren auch hier stark in den Markt eintrat, herrscht reger Wettbewerb.



Link

www.xpandcinema.com





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