Die Entwicklung und Historie von Stereo-3D


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Die lange Talfahrt


Im Kino der 60er Jahre gab es nicht viele Stereo-3D-Filme. Die Leute waren eher fasziniert von Breitbildverfahren wie beispielsweise der Cinemascope-Technik und ließen sich in Spezialvorführungen mit Multileinwänden beeindrucken.


Unter diesem Eindruck konstruierten drei kanadische Entwickler ein 70mm-Film-Verfahren mit dem Namen IMAX (images maximum). Das Ziel war, dem Zuschauer durch besseres Ausfüllen des Gesichtsfeldes einen realistischeren Bildeindruck zu verschaffen. Um dies zu erreichen, wurde IMAX immer weiterentwickelt, so gab es gewölbte Leinwände (IMAX Dome) und schließlich 1986 die räumliche Dimension (IMAX 3D).
Cinesmascope


Da "normale" 3D-Kinos in den 80er und 90er Jahren eher die Ausnahme darstellten, wurde IMAX 3D für viele 3D-Enthusiasten zum Inbegriff des stereoskopischen Films. Die meisten Produktionen für dieses Format waren sehr aufwändig und kostenintensiv. Dennoch handelte es sich letztendlich um ein Nischenprodukt.
imax

Die 80er Jahre sind auch dafür bekannt, dass es in der Fernsehbranche große Veränderungen gab. Zug um Zug wurden die altbewährten 16mm-Filmkameras gegen neu entwickelte Videokameras ausgetauscht. In der Geschichte von Foto, Film und TV war es immer so, dass neue Technologien auch relativ schnell auf ihre Stereoskopie-Tauglichkeit überprüft wurden. Versuche mit elektronischen Kameras in Stereo-3D-Anordnung wurden unter anderem bei der japanischen NHK sowie bei Philips in den Niederlanden durchgeführt.



Hin und wieder gab es Testsendungen im Fernsehen, für die die Zuschauer zu Hause 3D-Brillen aufsetzen mussten, zumeist mit Anaglyphen. Solche Sendungen wurden aufwändig und mit großem PR-Aufwand produziert, brachten aber nicht immer den erhofften Erfolg. Es gab auch Ausstrahlungen im Pulfrich-Verfahren, welches aber eher zu den Pseudo-3D-Verfahren gezählt werden muss. Ernstzunehmende Entwicklungen zeichneten sich zu dieser Zeit jedenfalls noch nicht ab. Dennoch sahen vor allem die Entwicklungsingenieure in Instituten und Forschungseinrichtungen besonderes Potential in Stereo-3D und HDTV. In diesen Technologien lag nach ihrer Ansicht die Zukunft des Fernsehens. Wie wir heute wissen, sollte sich diese Annahme auch bewahrheiten, allerdings in einem weitaus langfristigerem Zeitraum als man damals noch glaubte.
Autostereodisplay Schon seit vielen Jahren wird an einer sehr vielversprechenden Technologie gearbeitet - der Autostereoskopie. Derartige Bildschirme können dreidimensionale Bilder ohne Brille wiedergeben. Hohe Profite winken, wenn es gut funktioniert. Als Basis für derartige Geräte dient das bereits 1896 entwickelte Linsenrasterprinzip. Einige Modelle sind bereits auf dem Markt verfügbar, für einen Durchbruch auf breiter Front müssen Autostereo-Displays aber noch deutlich verbessert werden.


            



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