S 3 D   G L O S S A R   -   Das Fachwörterbuch für Stereo-3D   -


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Z-Achse

Die Z-Achse wird auch Tiefenachse genannt. Wie bei einem Koordinatensystem erstreckt sich die X-Achse waagerecht (horizontal), die Y-Achse senkrecht (vertikal) und die Z-Achse führt in die Tiefe der dritten Dimension. Für Stereo-3D hat sie also eine große Bedeutung.


Zapfen

Die Rezeptoren der Netzhaut bestehen aus Stäbchen und Zapfen. Es gibt drei Arten von Zapfen. Sie reagieren auf die additiven Grundfarben Rot, Grün und Blau. Zapfen sind sehr schmal und erzielen dadurch eine hohe Bildauflösung. Sie kommen vor allem in der Sehgrube vor.





ZScreen

Der Projektionsvorsatz ZScreen ist das Herz des RealD-Systems. Er wechselt bis zu 144- mal pro Sekunde die zirkulare Polarisationsrichtung, synchronisiert auf die beiden Teilbilder.


Zeilensprungverfahren

In der Anfangszeit des Fernsehens musste eine hohe Bildwiederholrate mit kleiner Bandbreite übertragen werden. Dazu wurde jedes Bild in zwei Halbbilder geteilt, wovon eines die geraden und das andere die ungeraden Zeilen enthielt. Das Verfahren ist jedoch nicht mehr zeitgemäß und wird langfristig von progressiven Vollbildern verdrängt.



Zeitsequenzwiedergabe

Zeitmultiplex





Zeitmultiplex

Bei diesem Multiplex werden beide Teilbilder zeitlich nacheinander dargestellt. Um ein Flimmern zu vermeiden, ist eine besonders hohe Frequenz nötig. Für Bilder ohne schnelle Bewegungen werden 120 Hertz allgemein als ausreichend angesehen. Entsprechend synchronisierte Shutterbrillen sorgen dafür, dass jedes Auge nur das ihm zugedachte Bild sieht.


Zentralperspektive

Linearperspektive


Zieldisparität

Die Zieldisparität entspricht der maximal zulässigen Fernpunktdisparität einer stereoskopischen Wiedergabe. Das zulässige Maximum wird von der Forderung abgeleitet, dass die Augen der Zuschauer nicht in eine divergente Stellung gezwungen werden dürfen. Damit darf die maximale Disparität der Fernpunkte höchstens zu einer parallelen Augenstellung führen.
Eine solche Maximaldisparität wird immer an ein definiertes Zielmedium geknüpft und heißt daher Zieldisparität. Zielmedien können sehr unterschiedlich sein, bspw. eine 7-Meter-Kinoleinwand und ein 3.5-Zoll-Display. Daher wird die Zieldisparität als Verhältnis- oder Prozentwert angegeben, bezogen auf die Bildbreite des Zielmediums. Auf diese Weise können alle Wiedergabeparameter wie Bildbreite und Betrachtungsabstand über die Zieldisparität schon in die eigentliche Aufnahme mit einfließen.
Die Gesamtdisparität eines 3D-Bildes kann übrigens größer sein als die Zieldisparität. Das ist dann der Fall, wenn so genannte "Out-of-Screen"-Effekte eingesetzt werden, wenn sich also Dinge vor der Nullebene befinden.


Ziliarmuskeln

Die Augenlinse ist über die Zonulafasern am Ziliarmuskel aufgehängt. Ist dieser entspannt, ziehen die straffen Fasern die Linse auseinander, so dass sie flach wird und ihre Brechkraft verringert. Spannt sich der Ziliarmuskel an, erschlaffen die Fasern. Dadurch kann die Linse in ihre natürliche dicke Form wechseln und das Licht stärker brechen. Dieser gesamte Mechanismus heißt Akkommodation. Er kann die Linse also dicker oder dünner werden lassen und dadurch ihre Brechkraft beeinflussen.


Zonulafasern

Ziliarmuskeln


Zweischalenfehler

Synonym für Astigmatismus


Zyklopenbild

Der ursprünglich von Helmholtz geprägte Begriff beschreibt das Gesamtbild, das durch die Fusion der Teilbilder entsteht. Dieses Gesamtbild kann einem imaginären Auge zugeordnet werden, das sich etwa dort befindet, wo der mythologische Zyklop sein einziges Auge hatte.









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