S 3 D   G L O S S A R   -   Das Fachwörterbuch für Stereo-3D   -


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Wahrnehmung, binokulare

Unter dem Binokularsehen versteht man die Nutzung der beiden Augen zur optischen Wahrnehmung. Dabei sieht jedes Auge das Geschehen aus einer leicht unterschiedlichen Perspektive. Je nach Entfernung und Fixationsebene werden bestimmte Bildanteile also leicht versetzt wahrgenommen, was in den Grenzen des Panumareals zur stereoskopischen Tiefenerkennung (Stereopsis) führt. Dabei kommt es in der Regel zur Fusion, der Verschmelzung der beiden Perspektiven.





Wahrnehmung, menschliche

Die Mechanismen zur Verarbeitung von Informationen im Gehirn sind ein weites und noch in großen Teilen unerforschtes Gebiet. Derzeit beschäftigt sich weltweit eine ganze Reihe von Wissenschaftlern mit dem Thema, das auch für die Stereoskopie eine wichtige Rolle spielt. Je mehr darüber bekannt ist, wie das Gehirn Informationen aufnimmt und verarbeitet, desto besser lassen sich (stereoskopische) Bildaufnahmegeräte, Übertragungsmethoden und Wiedergabegeräte entwickeln, die optimal an den Mensch angepasst sind.


Wavelet

Die diskrete Wavelet-Transformation (DWT) wird zur Kompression von Bilddaten genutzt. Im Gegensatz zur DCT werden aber keine Blöcke erzeugt. Stattdessen wird das gesamte Bild in eine spektrale Frequenzdarstellung gewandelt. Auch hier handelt es sich grundsätzlich nur um eine alternative Schreibweise, die eigentliche Komprimierung erfolgt durch die anschließende Quantisierung der Koeffizienten. Etliche heute gängige Codecs nutzen die DWT zur Datenreduktion.


Wellenlängenmultiplex

Bei dieser Art des stereoskopischen Multiplex werden die Kanäle auf verschiedene Wellenlängen verteilt. Eine populäre Anwendung ist die Interferenzfiltertechnik, auch bekannt durch Dolby 3D. Streng genommen zählen auch Anaglyphen dazu, da Farben Wellenlängen des Lichts sind.


Wettstreit, binokularer

Rivalität, binokulare





Wiedergabeverfahren, stereoskopisches

Es gibt zahlreiche Verfahren, um beide Teilbilder getrennt zum jeweiligen Auge zu leiten, sowohl mit Brille als auch ohne. Bekannte Projektionsverfahren sind RealD, XpanD, Master Image und Dolby 3D. Bei den Displays werden vor allem Zirkularpolfilter, Shutterverfahren und manchmal auch Autostereodisplays eingesetzt.


Wiedergabeebene

Die Nullebene, bei der die Disparitäten in der Wiedergabe den Wert Null haben, wird auch Projektionsebene, Bildschirmebene oder Scheinfensterebene genannt. Der dargestellte Raum kann sich vor und hinter der Wiedergabeebene erstrecken.


Winkelmaß

Gradmaße werden verwendet, um Winkel und beispielsweise auch den Sehwinkel der Augen anzugeben. Die Maßeinheit ist Grad. Ein Vollwinkel beträgt 360°. Ein Grad teilt sich in 60 Winkelminuten (60') und eine Winkelminute in 60 Winkelsekunden (60'') auf. Eine Winkelsekunde ist somit der 3600. Teil eines Grades.


Winkelminute,Winkelsekunde

Winkelmaß


Wheatstone, Charles

Der englische Physiker und Vater der Stereoskopie erkannte 1832 das Prinzip der parallaktischen Verschmelzung, also der Entstehung eines Zyklopenbildes im Kopf aufgrund der Disparität zwischen zwei Teilbildern. Er konstruierte das von ihm so benannte Stereoskop zur Betrachtung stereoskopischer Zeichnungen.


White-Out-Effekt

In Situationen wie bei schneebedeckter Landschaft mit zeichnungslosem Himmel kann es aufgrund der fehlenden Tiefenhinweise zu Orientierungsschwierigkeiten kommen, denn alles ist nur noch weiß.











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