S 3 D   G L O S S A R   -   Das Fachwörterbuch für Stereo-3D   -


vorige Seite  O   nächste Seite




Öffnungsfehler

Synonym für Aberration, sphärische


Offset

Shiftsensor




Okulomotorik

Die gegenseitige Abhängigkeit und motorische Verknüpfung von Akkommodation und Konvergenz trägt als okulomotorischer Tiefenhinweis zur Erkennung von räumlicher Tiefe bei. Da zwei Augen nötig sind, handelt es sich um einen binokularen Tiefenhinweis. Gemeinsam mit dem Pupillenreflex ergibt sich die Naheinstellungstrias.


OLED - Organic Light Emitting Diode

Organische LEDs sind moderne Leuchtdioden, bei denen bestimmte organische Stoffe durch das Anlegen einer Spannung zum Leuchten angeregt werden.


Orbita

Synonym für Augenhöhle


Orientierungskolumnen

Im Sehzentrum verarbeiten Orientierungskolumnen die Bildinformationen der Netzhaut in sechs Schichten, sortiert nach unterschiedlichen Bewegungen. Viele von ihnen zusammen bilden mit einigen Blobs (Farbkolumnen) sogenannte Hyperkolumnen.


Orthoskopisch

Sind beide Teilbilder richtig herum angeordnet, entstehen orthoskopische Raumbilder. Im Gegensatz dazu erscheinen bei pseudoskopischen Bildern nahe und ferne Objekte vertauscht.


Ortho-Stereo-Distanz

Die Entfernung von der Wiedergabeebene, in der der Betrachter das Bild auf der Nullebene in den gleichen Größen- und Tiefenverhältnissen wahrnimmt, wie es der Realität entspricht, heißt Ortho-Stereo-Distanz.


orthostereoskopisch

Bei einer orthostereoskopischen Wiedergabe ist die Form im Bild und bei der Aufnahme identisch. Es dürfen weder Verzerrungen noch Verzeichnungen auftreten. Eine Kugel muss auch in der Wiedergabe eine Kugel sein. Dazu müssen bestimmte geometrische Parameter bei Aufnahme und Wiedergabe eingehalten werden (Abstände und Brennweiten).


Ortsfrequenz

Besonders in der Optik und der Wahrnehmungspsychologie hat die Ortsfrequenz Bedeutung. Sie wird in Linienpaaren pro Millimeter angegeben und dient vor allem zur Messung der Auflösung.


Ortsmultiplex

Bei diesem Multiplex werden beide Teilbilder zeitgleich übertragen und abgebildet. Sie müssen mit bestimmten Methoden kodiert werden, damit jedes Auge nur das ihm zugedachte Bild erhält.


Out-of-screen-Effekt

Wenn sich bei einem 3D-Bild Dinge vor der Nullebene oder dem Stereofenster befinden, sind sie out-of-screen. Damit ist in diesem Fall nicht das seitliche Heraustreten aus dem Bild (Abschneiden) gemeint sondern das Aus-dem-Bildschirm-Treten und zwar nach vorn in den Zuschauerraum. Meist wird auch einfach nur vom 3D-Effekt gesprochen. Streng genommen ist das jedoch nicht das Gleiche. Im Kino kann man besonders bei Kindern beobachten, dass sie in 3D-Filmen manchmal nach Objekten greifen, die scheinbar im Kinosaal vor ihnen schweben. Stereo-3D ist aber eigentlich mehr. Der größte Teil der räumlichen Tiefe spielt sich nämlich hinter der Leinwand ab. Außerdem liegt der Reiz von stereoskopischem 3D nicht nur in der Darstellung der Tiefe an sich sondern auch in der plastischen Wirkung, also der Plastizität von Objekten und deren Oberflächen, besonders im Nahbereich.

















vorige Seite     nach oben     nächste Seite   






Das S3D-INFO Fachwörterbuch durchsuchen: