S 3 D   G L O S S A R   -   Das Fachwörterbuch für Stereo-3D   -


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Machsche Bänder

Diese optische Täuschung ist durch die Verschaltung der Rezeptoren in der Netzhaut (laterale Inhibition) und deren rezeptive Felder bedingt. An Kanten und Bildteilen von hohem Kontrast entstehen so Verstärkungs- und Abschwächungseffekte, die als nicht vorhandene Luminanzen (Helligkeiten) wahrgenommen werden.


Magischer Blick

Autostereogramm


Makula

Gelber Fleck


MAOFD

Diese englische Abkürzung steht für "maximum acceptable on film deviation". Manchmal findet man auch "Maximum Acceptable Deviation" oder "max gap between left and right images". Zur Erklärung siehe Zieldisparität.


DCI-Norm). Verschiedene Wiedergabemethoden erfordern verschiedene Master, wodurch die jeweiligen Besonderheiten über die Disparität aber beispielsweise auch über die Farbe berücksichtigt werden.Selbst Effekten wie Ghosting (Geisterbilder) kann schon im Master bis zu einem gewissen Grad vorgebeugt werden, indem man die speziellen Eigenheiten des Wiedergabesystems berücksichtigt.


Master

Am Ende der Postproduktion entsteht ein fertiger Film als Master (fürs Kino meist nach DCI-Norm). Verschiedene Wiedergabemethoden erfordern verschiedene Master, wodurch die jeweiligen Besonderheiten über die Disparität aber beispielsweise auch über die Farbe berücksichtigt werden.Selbst Effekten wie Ghosting (Geisterbilder) kann schon im Master bis zu einem gewissen Grad vorgebeugt werden, indem man die speziellen Eigenheiten des Wiedergabesystems berücksichtigt.


Master Image

Der koreanische Hersteller Master Image wurde vor allem durch sein günstiges Stereo- 3D-Kinoprojektionssystem bekannt. Dieses arbeitet mit passivem Polarisationsmultiplex und steht in Konkurrenz zu RealD, Dolby 3D und XpanD. Nähere Informationen zu Master Image 3D und weiteren Wiedergabesystemen für das 3D-Kino gibt es hier.


Mikrobewegungen

Mikrobewegungen sind unbewusste winzige Augenbewegungen, die beim Sehvorgang ständig stattfinden. Sie lassen sich unterscheiden in Mikrosakkaden (Sakkaden), Gleitbewegungen (Drifts) und einen hochfrequenten Tremor. Tremor und Drift sind Vergenzbewegungen, während Mikrosakkaden zu den Versionen gehören.


Mikrosakkaden

Mikrobewegungen


Minimum Discriminibile

Übersehschärfe


Minimum Visibile

Sehschärfe


Mocap,Motion Capture

Beim Motion-Capturing werden Schauspieler im Studio mit speziellen Anzügen ausgestattet, auf denen Tracking Points angebracht sind. Diese werden von Kameras oder Sensoren erfasst und anschließend im Computer auf künstliche Modelle angewendet. So lässt sich eine realistische Bewegungswiedergabe von Gestik und Mimik erreichen. Bei einigen Filmproduktionen wie beispielsweise Avatar wurde Mocap zu Vorschauzwecken live gerendert. Dadurch lässt sich bereits beim Dreh ein erster Eindruck des Endergebnisses gewinnen.


Modelleffekt

Wirken Objekte oder Personen im Stereo-3D-Bild wie in einem Puppentheater, also deutlich zu klein im Vergleich zum 2D-Bild oder zur persönlichen Erfahrung, spricht man von einem Modelleffekt. Diese optische Täuschung tritt besonders in Erscheinung, wenn das Bild von den als natürlich empfundenen Situationen stark abweicht. Sie entsteht vor allem bei kurzen Brennweiten, zu großer Stereobasis, aber auch durch zu großen Betrachtungsabstand in der Wiedergabe.





Modellwirkung

Modelleffekt


Mondtäuschung

In manchen Situationen wird der Mond größer empfunden als er tatsächlich ist. Diese optische Täuschung hängt mit der menschlichen Wahrnehmung und den Tiefenhinweisen zusammen.


Monitorebene

Wiedergabeebene


monokular

Als Adjektiv verwendet, bedeutet monokular einäugig. Es bezieht sich auf jede einäugige Betrachtungsweise, sei es mit einem zugekniffenen oder einem fehlenden Auge. Ein Mikroskop, welches nur über ein einziges Objektiv verfügt, wird auch als Monokular bezeichnet.


MPEG - Moving Picture Experts Group

Die weltweite Standardisierungsorganisation MPEG besteht aus Experten aus der Film- und Fernsehbranche. 2001 rief die MPEG eine ad-hoc-Gruppe für die 3D-Kodierung (3DAV) ins Leben. Innerhalb des MPEG-Standards wurde daraufhin das Multiview-Profile (MVP) für stereoskopisches Video entwickelt. Außerdem gibt es Pläne für künftiges Free-Viewpoint-Television (FTV).


MPEG-2

Der MPEG-Standard zur Kodierung und Dekodierung bewegter Bilder beruht vor allem auf der Verwendung einer DCT. Er fungiert als das Standardverfahren bei der DVD und der ersten Generation von DVB.


MPEG-4

Bei diesem MPEG-Standard zur Kodierung und Dekodierung bewegter Bilder ist durch neuere Methoden die gleiche Bildqualität wie bei MPEG-2 bei stärkerer Kompression möglich. Viele moderne Videocodecs (zum Beispiel AVCHD) basieren auf MPEG-4, der auch bei der zweiten Generation von DVB eingesetzt wird.


Multibasis

Zwei oder mehr Aufnahmen mit unterschiedlicher Stereobasis werden zu einem Gesamtbild kombiniert. Durch Multibasisshots sind eigentlich unmögliche Aufnahmen möglich.


Multiflash

Das Kino basiert traditionell auf 24 Bildern pro Sekunde. Damit das Bild nicht flackert, wird jedes Einzelbild zweimal projiziert (Double-Flash), was vom Prinzip auch beim Digitalkino beibehalten wird. Allerdings hat sich aufgrund der leistungsfähigen Projektoren im Digitalkino Triple-Flash mit 72 Hertz etabliert. Dadurch wird das Bild besonders ruhig wiedergegeben.





Multiplex

Multiplexen oder kurz Muxen ist das Darstellen oder Übertragen mehrerer Kanäle auf einem einzigen Kanal oder Medium. Für Stereo-3D sind folgende Verfahren bedeutsam: Ortsmultiplex, Zeitmultiplex, Wellenlängenmultiplex, Polarisationsmultiplex und Farbmultiplex.


Muybridge, Eadweard

Mit einer Anordnung von zwölf hintereinander ausgelösten Kameras bewies Muybridge 1878, dass Pferde beim Galopp für einen kurzen Moment mit keinem Huf den Boden berühren. Diese Bilder sollen stereoskopisch aufgenommen worden sein, was in der Tat gar nicht ungewöhnlich wäre, da die Stereoskopie zu dieser Zeit sehr verbreitet war.


MXF - Material eXchange Format

Das Containerformat MXF hat große Bedeutung erlangt, weil es von vielen Formaten im Broadcastbereich sowie bei der Distribution und im Digitalkino-Bereich genutzt wird. Die dabei verwendeten DCPs enthalten MXF-Dateien mit JPEG2000- oder MPEG2- codierten Bildern. Außerdem kann MXF umfangreiche Ton- und Metadaten enthalten.


MVC - Multiview Video Coding

Als Erweiterung von MPEG4 AVC ermöglicht MVC eine mehrkanalige Kodierung und zielt dabei sowohl auf die Übertragung von Stereo-3D als auch auf Free Viewpoint TV (FTV) ab.


MVP - Multiview Profile

Das MVP ist ein MPEG2-Profil und enthält zwei Videostreams. Der Hauptstream wird mit dem MPEG-2 Main Profile kodiert, der Erweiterungsstream kann hingegen skalierbar kodiert werden. So sind zwei verschiedene Perspektiven gleichzeitig übertragbar, und damit auch Stereo-3D. Der Hauptstream ist dabei für das linke Teilbild vorgesehen.













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