S 3 D   G L O S S A R   -   Das Fachwörterbuch für Stereo-3D   -


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Kaiserpanorama

Der von August Fuhrmann im Jahre 1883 entwickelte Stereobetrachter mit Bildrotationsprinzip wurde jahrmarktartig eingesetzt. Am Kaiserpanorama fanden 12 oder 25 Personen gleichzeitig Platz.


KDM - Key Delivery Message

Im digitalen Kino nach DCI werden die Berechtigungen zum Abspielen eines Films per KDM geliefert. Ein KDM wird dazu auf den Kinoserver aufgespielt, auf dem der eigentliche Filminhalt liegt. KDMs können auf Datenträgern oder elektronisch übertragen werden.




Keyer

Stanze


Keystone

Trapezverzerrung


Kinoserver

Die speziellen DCI-Kinoserver sind in der Lage, Filme nach dem DCI-Standard in 2K, 3K, 4K und/oder Stereo-3D wiederzugeben und beinhalten umfassende Vorkehrungen zum Schutz der Daten. (DRM)


Kleinbasis

Stereobasis


KMQ

Der Zuschauer trägt beim KMQ-Verfahren eine ganz spezielle 3D-Brille (Prismenbrille), die über- oder nebeneinander liegende Teilbilder auf das entsprechende Auge lenkt. Dafür sind natürlich auch Bildvorlagen nötig, die direkt für KMQ optimiert wurden. Das Stereo-3D-Wiedergabeverfahren wurde nach seinen Entwicklern Koschnitzke, Mehnert und Quick benannt.


Kniehöcker, seitlicher

Die vom Sehnerv eintreffenden Nervenfasern werden im seitlichen Kniehöcker (auch Metathalamus) auf Neurone verschaltet, die als sogenannte Sehstrahlung direkt in den visuellen Kortex führen. Der seitliche Kniehöcker befindet sich auf dem Thalamus.


Kolumnen

Die Bildsignale der linken und rechten Netzhaut werden im Sehzentrum verglichen und ausgewertet. Dazu dienen die Hyperkolumnen. Sie sind säulenförmig und bestehen jeweils aus vielen Orientierungskolumnen sowie einigen Farbkolumnen (Blobs).


Koma

Treffen in einer Linse besonders schräge Lichtstrahlen ein, kann es zu kometenhaften Verzerrungen kommen. Dieser optische Abbildungsfehler heißt daher Koma und ist eine Sonderform der sphärischen Aberration.




Kompression der Tiefe

Stereofaktor


Konvergenz

Vergenz


Konvergenzänderung

Beim Betrachten stereoskopischer Bilder liegt die Schärfe (Akkommodation) des Auges stets auf der Wiedergabeebene, die Konvergenzstellung wechselt hingegen ständig, je nach betrachtetem Bildteil und der dort vorhandenen Disparität.


Konvergenzassistent

Sollen Stereo-3D-Aufnahmen direkt in die Übertragung oder Wiedergabe gelangen, ist eine Nachbearbeitung mit Teilbildausrichtung kaum möglich. Die Nullebene wird in solchen Situationen meist von einem Konvergenzassistenten über die die Stereobasis und die Konvergenz der Kameras live eingestellt.


Konvergenzpunkt

Stereofenster


Konvergenzwinkel

Anordnung, konvergente


Korrelogramm

Stereo-3D-Bilder, deren Teilbilder bestimmte Muster aufweisen, welche die Stereopsis hervorrufen, sind Korrelogramme. Dazu zählen auch das Random Dot Stereogram (Rauschmusterstereogramm) und das Random Line Stereogram.


Korrespondierende Punkte

Punkte, korrespondierende


Kortex, visueller

Der visuelle Kortex, auch Sehrinde genannt, besteht aus dem primären und sekundären Sehzentrum und befindet sich auf der Rückseite des Großhirns im Bereich des Hinterhauptlappens. Auch das Sehzentrum ist in linke und rechte Hirnhälfte unterteilt. Jede Seite wertet die ihr gegenüberliegende Seite des Gesichtsfeldes, also der Informationen der Netzhaut aus. Nur der Bereich der Fovea wird in beiden Seiten gleichermaßen verarbeitet. Im primären Sehzentrum werden Strukturen erkannt, Assoziationen finden erst im sekundären Sehzentrum statt.


Knotenpunkt

Bei Linsen und Linsengruppen liegen die Knotenpunkte dort, wo sich die einfallenden Strahlen schneiden würden, wenn sie nicht optisch umgelenkt werden.


Kugelgestaltsfehler

Synonym für Aberration, sphärische




Kulisseneffekt

Wenn räumliche Objekte wie flache Pappständer wirken, handelt es sich um den Kulisseneffekt. Er wirkt sich stärker aus, je mehr die stereoskopischen Parameter von den Normalwerten abweichen. Dabei handelt es sich um normale geometrische Gegebenheiten. Die Z-Achse eines Objekts ändert sich langsamer als die Höhe und Breite. Eine andere Art des Kulisseneffekts gibt es im Bereich der 2D-3D-Konvertierung, da bei vielen Verfahren nur die Objekte erkannt und abgegrenzt werden, dabei jedoch selbst keine Tiefe gewinnen.


Kreuzblick

Stereoblick













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