S 3 D   G L O S S A R   -   Das Fachwörterbuch für Stereo-3D   -


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Halbbild

Um bei der Übertragung elektronischer Bildsignale trotz begrenzter Bandbreite eine hohe Bildwiederholrate zu erzielen, wird beim Zeilensprungverfahren nur die halbe vertikale Auflösung übertragen (Halbbilder). Dabei ergeben jeweils zwei ineinander verschachtelte Halbbilder ein Vollbild. Dies führt zu einer höheren Bewegungsauflösung, allerdings werden bei schnellen Bewegungen Bewegungsunterschiede in Form von Kammartefakten innerhalb eines Vollbilds deutlich. Der Begriff Halbbild wird zuweilen für stereoskopische Teilbilder verwendet.


Haploskopisch

Jedes stereoskopische Teilbild entsteht in jeweils einem separaten Auge. Das beidäugige Sehen wird Binokularsehen genannt. Haploskopisches Sehen hingegen ist das separate, getrennte Sehen mit jedem Auge und spielt vor allem bei Augenuntersuchungen eine Rolle. Auch beim Stereoblick handelt es sich um haploskopisches Sehen.




HD - High Definition

Im Fernseh- und Videobereich war HD schon lange ein Schlagwort, anfangs noch mit variierender Bedeutung. Heute zählen die Formate 720p und 1080i/p zu den Hauptstandards der Norm, die im Gegensatz zu SD eine deutlich höhere Auflösung besitzt.


HDTV - High Definition Television

HD


Heterophorie

Phorie


HHI - Heinrich-Hertz-Institut

Das Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik in Berlin befasst sich unter anderem seit Jahren mit Aspekten der Stereoskopie, insbesondere mit autostereoskopischen Bildschirmen.


HMD - HeadMounted Display

Spezielle Datenhelme oder Brillen mit integrierten Displays heißen HMD. Ihre Aufgabe ist die Darstellung virtueller Inhalte mit besonders starker Immersion, wobei möglichst das gesamte Gesichtsfeld ausgefüllt werden soll. Sind beide Displays für jedes Auge getrennt ansteuerbar, können auch Bilder in Stereo-3D dargestellt werden. Wichtig ist neben dem Tragekomfort auch die Qualität der Displays, bei der die Auflösung und die seitliche Abdichtung gegen Streulicht eine große Rolle spielt.


Höhendisparation

Abweichungen disparater Bildpunkte in der Höhe werden Höhendisparität, Höhendisparation oder Vertikaldisparität genannt. Für das Stereo-3D - Raumsehen ist aber eine Querdisparation notwendig. Vertikaldisparitäten sind in der Regel nicht beabsichtigt und zählen daher meist zu den Fehldisparitäten. Siehe auch Disparität .


Holografie

Die Erfassung, Speicherung und Wiedergabe räumlicher Bilder mittels Holografie erfolgt über spezielle Laser. Die unterschiedlichen holografischen Verfahren haben gemeinsam, dass ein Objekt- und ein Referenzstrahl auf den Film oder den Sensor trifft und dadurch ein Interferenzmuster erzeugt wird. Die Darstellung fotorealistischer Bilder ist bisher mit Holografie nicht möglich.


Homologe Punkte

Punkte, homologe


Horopter

Die komplette, gewölbte Objektebene, die der auf der Netzhaut abgebildeten Bildebene entspricht, heißt Horopter. Der Name wurde von Aguilonius geprägt und bedeutet Sehgrenze. Rein rechnerisch entspricht er dem Vieth-Müller-Kreis (geometrischer Horopter). Empirisch gemessen entsteht allerdings eine andere, wesentlich flachere Form (empirischer Horopter), die der realen menschlichen Wahrnehmung entspricht. Objekte, die vor dem Horopter liegen, werden auf der Netzhaut gekreuzt disparat abgebildet und Objekte, die hinter dem Horopter liegen, werden ungekreuzt disparat abgebildet. In vertikaler Richtung lässt sich ein Longitudinalhoropter ermitteln.




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Kolumnen













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