S 3 D   G L O S S A R   -   Das Fachwörterbuch für Stereo-3D   -


vorige Seite  G   nächste Seite




Gábor, Dennis

Der Brite Dennis Gábor erfand bei der Verbesserung eines Elektronenmikroskops im Jahr 1947 zufällig das Prinzip der Holografie.


Ganglienzelle

In der Netzhaut bilden Ganglienzellen die Schnittstellen der Rezeptoren mit den Fasern des Sehnervs, durch den die Bildinformationen zum Sehzentrum gelangen.


Geisterbilder

Undeutliche, transparente und in der Regel störende Bildstrukturen, die nicht zum eigentlichen Bildinhalt gehören, heißen Geisterbilder. Solche Überlagerungen entstehen meist bei der Wiedergabe, jedoch auch bei der Übertragung oder Kodierung von Bildern aufgrund von ungenügender Kanaltrennung (Übersprechen). Sie sind nicht zu verwechseln mit Geisterbildern, die beispielsweise aus Mehrfachbelichtungen entstanden sind.




Gelber Fleck

Im Zentrum der Netzhaut befindet sich der Gelbe Fleck, dessen Mitte eine kleine Vertiefung enthält, die sogenannte Sehgrube (Fovea). Dort sind ausschließlich Zapfen vorhanden, die besonders feine Auflösungen und außerdem das Farbensehen ermöglichen.


Gesamtdisparität

Die gesamte Disparität eines Stereo-Bildes setzt sich aus der positiven und negativen Disparität zusammen. Man kann die Gesamtdisparität in absoluten Werten angeben, z.B. in Pixel oder Millimeter. Besser ist aber eine relative Angabe in Bezug auf die Bildbreite, bspw. als Verhältnisgröße (1/30) oder in Prozent. Die Gesamtdisparität kann manchmal recht groß werden, ohne Störungen (Visuelle Überforderung) zu verursachen. Solange aber keine Objekte vor die Nullebene treten, sollte die Gesamtdisparität des 3D-Bildes allerhöchstens dem Wert der Zieldisparität entsprechen.


Gesichtsfeld

Der mit beiden Augen erfassbare Sichtbereich wird Gesichtsfeld genannt. Er beträgt bei Menschen rund 180° in der Breite und 120° in der Höhe. Der von beiden Augen gleichzeitig gesehene Bereich ist nur etwa 120° breit und ist wichtig für das Binokularsehen.


Gesichtslinie

Die Linie vom Augenmittelpunkt zum fixierten Objekt heißt Blicklinie oder Gesichtslinie.


Gewohnte Größe

Aus der Erfahrung heraus kennt ein Mensch die Größe bestimmter Objekte. Diese können der Wahrnehmung als Maßstab dienen, um ihre Raumlage im Verhältnis zur Umgebung und anderen Objekten zu beurteilen. Es handelt sich also um einen Tiefenhinweis.


Gigantismus

Wird bei der Aufnahme eine verglichen mit dem Augenabstand wesentlich kleinere Stereobasis verwendet, wirkt das Bild wie aus der Perspektive eines Zwerges gesehen. Diese Überhöhung wird tendenziell als angenehm empfunden. Gigantismus ist der Gegensatz zum Modelleffekt.


Ghosting

Synonym für Geisterbilder




Glanz, stereoskopischer

Stellen, die in beiden Teilbildern unterschiedliche Helligkeit aufweisen, können eine glänzende oder schimmernde Wirkung haben. Dieser Effekt kann schon bei geringen Unterschieden an allen Stellen der Netzhaut auftreten, nicht nur in der Fovea.


Gleitbewegungen

Mikrobewegungen


Grauanaglyphen

Anaglyphen


Grenze, stereoskopische

Stereogrenze


Großbasis

Stereobasis


Grün-Magenta-Brille

Anaglyphenbrille














vorige Seite     nach oben     nächste Seite   





Das S3D-INFO Fachwörterbuch durchsuchen: