S 3 D   G L O S S A R   -   Das Fachwörterbuch für Stereo-3D   -


vorige Seite  F   nächste Seite




Farbmultiplex

Bei dieser Art des stereoskopischen Multiplex werden die beiden Kanäle für linkes und rechtes Auge auf verschiedene Farben verteilt. Bekannt ist der Farbmultiplex eher unter dem Namen Anaglyphen oder auch als Rot-Grün-Verfahren. Da Farben Wellenlängen sind könnte man auch die Interferenzfiltertechnologie als Farbmultiplex bezeichnen. Aufgrund ihrer Besonderheiten wird diese aber separat betrachtet.


Farbperspektive

Die Wahrnehmung empfindet warme Farben tendenziell näher als kalte Farben, was als Tiefenhinweis dienen kann.


Farbquerfehler

Aberration, chromatische




Fehldisparität

Die Tiefe entsteht in einem Stereo-3D-Bild durch die charakteristische Disparität eines jeden Bildpunkts. Damit wird die Lage des Punkts in der Tiefe des Raums durch seine Disparität bestimmt. Durch optische Abbildungsfehler, Projektionsfehler oder andere Probleme bei der Aufnahme, Übertragung, Bearbeitung und Wiedergabe von Stereo-3D kommt es zu Verfälschungen der eigentlich korrekten Disparität. Solche Fehldisparitäten sind nicht unbedingt sichtbar oder störend, sie können sogar bewusst erzeugt werden. Bei zu großen Abweichungen, vor allem wenn sie ungewollt sind kommt es aber auch zu Visueller Überforderung, insbesondere wenn Fehldisparitäten durch konvergente Kameras oder konvergente Projektoren erzeugt worden sind.


Fieldrecorder

Mobile Aufzeichnungsgeräte für Bild und Ton werden Fieldrecorder genannt. Sie basieren vorwiegend auf Festplatten oder Festspeichern.


Figur-Grund-Beziehung

Die Wahrnehmung versucht immer einen Vorder- von einem Hintergrund zu unterscheiden. Es gibt fünf Hinweise für dieses Unterscheidungsvermögen: Leuchtdichte, Farbe, Textur, Geschwindigkeiten und die binokulare Disparität.


Fernpunkt

Bei Stereo-3D spielen sowohl während der Aufnahme als auch bei der Bearbeitung und der Wiedergabe die Nah- und Fernpunkte eine große Rolle. Sie bestimmen die Tiefe des Bildes und sind für die richtigen Einstellungen wichtig. Der stereoskopische Fernpunkt ist immer der Punkt im Bild, der die größte Entfernung zur Kamera besitzt. In vielen Fällen befindet er sich im stereoskopischen Unendlichbereich.


Festspeicher

Speicherarten, die ohne bewegliche Teile auskommen, werden Festspeicher (SSD) genannt. Festspeicher können auf Flash- oder RAM-Bausteinen basieren. RAM ist deutlich schneller als Flashspeicher. Flash ist jedoch nicht flüchtig und behält die Daten auch ohne Stromzufuhr. Daher werden bei fast allen SSD-Field-Recordern Flashspeicher eingesetzt.


Filmvorführer

In herkömmlichen Kinos legt der Vorführer die Filmrollen ein und wechselt sie bei Bedarf. Auch im Digitalkino und damit bei den meisten 3D-Kinos wird der Projektor von einem Vorführer bedient. Dort kann aber nach der einmaligen Justierung alles per Computer (Kinoserver) gesteuert werden. Mechanische Eingriffe sind in der Regel nicht mehr notwendig.


Fixation

Das Anblicken und Festhalten eines bestimmten Punkts mit den Augen wird Fixation genannt. Bei gesunden Augen geht die Fixation mit der Akkommodation und Konvergenz einher.




Fixationsdisparität

Konvergieren die Augen beim Fixieren eines Punkts nicht genau auf diesen, liegt eine Fixationsabweichung oder Fixationsdisparität vor. Dabei handelt es sich quasi um eine Fehldisparität beim natürlichen Sehen.


Fixationsdistanz

Die Entfernung der Augen zur Fixationsebene heißt Fixationsdistanz.


Fixationsebene

Der Punkt, den ein Betrachter gerade anblickt (fixiert), bildet das Zentrum der Fixationsebene. Sie wird oft für schematische Darstellungen und Berechnungen verwendet. Beim natürlichen Sehen entspricht sie der Nullebene. Die Blicklinien der Augen schneiden sich an dieser Stelle (Konvergenz).


Fixationspunkt

Fixationsebene


Flash-Speicher

Festspeicher


Fließen, optisches

Das optische Fließen dient der Wahrnehmung zur Raumkoordinierung. Es entsteht bei Eigenbewegungen einer Person nach vorn oder nach hinten. Die Punkte im Raum laufen auf den Beobachter zu oder von ihm weg, je näher, desto schneller. Dabei empfindet man vor allem im Nahbereich ein Fließen dieser Strukturen.


Flimmerverschmelzungsfrequenz

Die Flimmerverschmelzungsfrequenz unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Sie ist auch von der Helligkeit abhängig. Flimmern wird daher bei geringer Leuchtdichte (reines Stäbchensehen) ab etwa 10 bis 25 Hz nicht mehr wahrgenommen. Bei großer Helligkeit kann die Frequenz bis zu 80 Hz betragen. In den meisten Situationen liegt sie zwischen 50 und 60 Hz.


Floating Window

Schwebefenster


Flüssigkristalldisplay - LCD

Beim LCD oder LC-Display handelt es sich um einen Bildschirm, bei dem das Licht einer Hintergrundbeleuchtung durch Flüssigkristalle pixelweise in seiner Polarisationsrichtung geändert wird und somit helle oder dunkle Punkte sichtbar werden. TFT-Bildschirme sind LC-Displays, bei denen sich jedes Pixel separat ansteuern lässt.


Formtreu

Synonym für Orthoskopisch


Fourier-Theorem

Das Fourier-Theorem ist ein mathematisches Konstrukt. Es besagt, dass sich alle Sehobjekte mit scharfen Konturen aus Sinusgittern unterschiedlicher Ortsfrequenzen zusammensetzen lassen.


Fovea centralis

Sehgrube


Friese-Greene,William

Die wahrscheinlich erste stereoskopische Serienbildkamera wurde 1889 vom englischen Fotografen und Erfinder William Friese-Greene zusammen mit dem Ingenieur Frederick Varley entwickelt. Sie war technisch noch sehr unausgereift und konnte keine flüssigen Bewegungsabläufe aufzeichnen. Weitere Informationen dazu und zur Geschichte von Stereo-3D gibt es hier.


Fresnellinse

Um die Ausdehnung und das Gewicht großer Linsen zu verringern, werden diese bei einer Fresnellinse scheibenweise abgestuft, weswegen sie auch Stufenlinse genannt wird.


Frontprojektion

Der Projektor befindet sich bei einer Frontprojektion vor der Leinwand, also auf der Seite der Zuschauer.




Full HD

HD


Funkschärfe

Schärfenzieheinrichtung


Fusion

Das Verschmelzen beider Teilbilder zu einem Zyklopenbild wird Fusion genannt. Die Fusion geht meist mit der Stereopsis einher, wodurch das empfundene Gesamtbild stereoskopische Tiefe erhält. Ist eine Fusion nicht möglich, werden Doppelbilder gesehen (Diplopie).


Fusionsbereich, Panumscher

Synonym für Panumareal


FTV - Free Viewpoint Television

Das FTV-Format soll Bilder so übertragen, dass die gewünschten Perspektiven vom Wiedergabegerät selbst in Echtzeit generiert werden können. FTV wird im Rahmen von 3DAV (MPEG) am HHI entwickelt.













vorige Seite     nach oben     nächste Seite   





Das S3D-INFO Fachwörterbuch durchsuchen: