S 3 D   G L O S S A R   -   Das Fachwörterbuch für Stereo-3D   -


vorige Seite  D   nächste Seite




DC - Digital Cinema

Als Abkürzung für Digital Cinema bezieht sich DC in der Regel auf Bildauflösungen, die über Full HD hinausgehen. Oft wird damit auch das Datenformat der DCI-Spezifikation bezeichnet.


DCI - Digital Cinema Initiative

Die Digital Cinema Initiative ist ein Zusammenschluss der führenden Hollywoodstudios mit dem Ziel, im Bereich der digitalen Kinoprojektion Standards festzulegen. 2005 veröffentlichte der Verband den DCI-Standard, der sich schnell durchsetzte und um Spezifikationen zur stereoskopischen Bildwiedergabe erweitert wurde. Generell handelt es sich bei der DCI-Spezifikation um die Definition für das Speicher- und Transportformat bei digitalem Film, also um eine digitale Kinonorm.





DCI-Mastering

Master


DCP

Digitale Kinofilme werden in Form von DCPs (Digital Cinema Packages) ausgeliefert. Im Prinzip ist ein DCP eine Verzeichnisstruktur mit Bild-, Video-, Audio- sowie Zusatzdaten wie Untertiteln. Die Mediendaten innerhalb der Ordner liegen nach dem DCI-Standard im MXF-Containerformat vor.


DCT

Diskrete Kosinustransformation


depth value

Maßeinheit der Stereoeinheit


De-Mosaiking

CMOS-Sensoren weisen systembedingt eine mosaikartige Struktur auf, die bei hohen Auflösungen leicht sichtbar werden kann. Mit bestimmten Algorithmen (Filter) lässt sich das Muster aber effektiv herausrechnen.


Deviation

Synonym für Disparität Im Englischen bedeutet "deviation" soviel wie Abweichung und "disparity" soviel wie Unterschied. In der Stereoskopie werden beide Begriffe gleichermaßen verwendet.


D-ILA - direct drive image light amplifier

Die Bezeichnung D-ILA wird von JVC verwendet. Dabei handelt es sich um die LCoS Technologie.


DIBR - Depth Image-Based Rendering

Beim DIBR-Verfahren wird neben einem zweidimensionalen Bild eine auf Graustufen basierende Tiefenkarte übertragen (Tiefenbildformat). Solche Bilder lassen sich rechnerisch oder mit einer Tiefenbildkamera wie der Axi-Vision erzeugen.


Differenzbild

Um Datenrate und Speicherplatz zu sparen, übertragen Tiefenbildformate und Disparitätsformate und weitere neben einem Hauptbild nur die Differenzinformationen, aus denen ein Teilbild oder beide Teilbilder generiert werden können.


Diplopie

Das Doppelsehen ist beim Binokularsehen eine Störung, welche die Wahrnehmung identischer Objekte an verschiedenen Orten im Raum zur Folge hat. Sie kann vielfältige Ursachen haben. Eine Form der Diplopie ist die physiologische Diplopie, bei der sich auf der Netzhaut projizierte Objekte außerhalb der Grenzen des Panumareals befinden.


Diskrete Kosinustransformation

Die DCT ist ein mathematisches Verfahren. Sie beschreibt die Transformation von Bilddaten in Ortsfrequenzen. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine alternative Schreibweise, eine mögliche Komprimierung findet erst durch die anschließende Quantisierung der Koeffizienten statt. Die Mehrzahl aller heute gängigen Codecs nutzt für eine Datenreduktion die DCT.


Disney 3D

Der Markenname Disney 3D bezeichnet lediglich digitale Stereo-3D-Filme aus dem Hause Disney und keine eigene Stereo-3D-Technik.


Disparation

Synonym für Disparität, wird vor allem in der Physiologie verwendet.


Disparität

Wenn man mit den Augen einen Punkt fixiert, befindet sich dieser in der Fixationsdistanz. Er liegt damit auf dem Horopter und wird auf linker und rechter Netzhaut an identischer Stelle deckungsgleich abgebildet. Punkte, die sich vor oder hinter dem Horopter befinden, werden an unterschiedlichen Netzhautstellen abgebildet und sind disparat (nicht deckungsgleich). Ihre Abweichung, also der Abstand voneinander wird Disparität, manchmal auch Querdisparation, Disparation oder Deviation genannt. Erst diese Disparität ermöglicht den Mechanismus der Stereopsis und damit die binokulare Wahrnehmung .


Disparität, gekreuzte

Disparität, negative

Disparität, negative

Objekte, welche sich vor der Nullebene befinden (das heißt zwischen dem Betrachter und der Nullebene), haben eine negative Disparität. Linke und rechte Bildpunkte sind dabei vertauscht und die Blicklinien der Augen gekreuzt. Daher spricht man auch von gekreuzter Disparität. Bei der Wiedergabe, beispielsweise im 3D-Kino oder bei S3D-Bildschirmen empfindet man Objekte mit negativer Disparität üblicherweise vor der Bildebene / Leinwand (Wiedergabeebene). Damit scheinen sich solche Objekte im Zuschauerraum zu befinden.


Disparität, positive

Objekte, welche sich hinter der Nullebene befinden, haben eine positive Disparität. Linke und rechte Bildpunkte sind dabei seitenrichtig und die Blicklinien der Augen sind nicht gekreuzt. Daher spricht man auch von ungekreuzter Disparität. Bei der Wiedergabe, beispielsweise im 3D-Kino oder bei S3D-Bildschirmen empfindet man Objekte mit positiver Disparität üblicherweise hinter der Bildebene / Leinwand (Wiedergabeebene).


Disparität, ungekreuzte

Disparität,positive

Disparitätsformat

Bei Disparitätsformaten wird neben einem 2D-Hauptbild noch ein Bild mit den reinen Disparitätsinformationen, also den Abweichungen zwischen zwei Teilbildern übertragen. Diese Methode zählt zu den Differenzbildverfahren.


Divergenz

Vergenz


DLP - Digital Light Processing

DMD





DLP-Link

Shutterbrillen mit DLP-Link nutzen den Weißimpuls von Einchip-DLP-Projektoren zur 3D-Synchronisation. Dadurch kann auf Kabel oder Infrarotsteuerungen verzichtet werden.


DMB - DigitalMedia Broadcasting

Als digitaler Fernsehübertragungsstandard steht DMB in Konkurrenz zu DVB, nutzt aber zur Übertragung bereits von Anfang an das fortschrittlichere MPEG-4. Obwohl ursprünglich in Deutschland entwickelt, setzte sich DMB bisher vor allem in Südkorea und China als Standard durch.


DMD - DigitalMicromirror Device

Auf einem DMD-Chip befindet sich eine große Anzahl beweglicher, mikroskopisch kleiner Spiegel, die durch gezielte Lichtreflexion in Projektionsrichtung Bildpunkte erzeugen. Texas Instruments vermarktet diese selbst entwickelte Technologie unter dem Namen Digital Light Processing (DLP).


Dolby 3D

Bei Dolby 3D handelt es sich um ein kommerzielles 3D-Kino-Projektionssystem. Die dahinter stehende Interferenzfiltertechnologie basiert auf dem Wellenlängenmultiplex. Nähere Informationen zu Dolby 3D und weiteren Systemen für das 3D-Kino gibt es hier.


Dominanzkolumne

Jede Hyperkolumne des Sehzentrums enthält logistisch gesehen zwei okuläre Dominanzkolumnen, wobei eine die linken und die andere die rechten Orientierungskolumnen enthält. Dominanzkolumnen lassen sich nicht exakt räumlich abgrenzen.


Doppelprojektion

Im Gegensatz zur Einzelprojektion kommen hier zwei Projektoren nebeneinander oder übereinander zum Einsatz, um ein Stereo-3D-Bild darzustellen. Von Vorteil ist die höhere Lichtstärke, nachteilig jedoch die Geometrie.


Doppelsehen

Diplopie


Double flash

Multiflash


DRM - Digital RightsManagement

Es gibt etliche Verfahren zum Schutz von Inhalten vor unbefugter Benutzung oder Vervielfältigung. DRM ist besonders im digitalen Film- und Videobereich etabliert.


DSLR - Digital Single Lens Reflex

Spiegelreflexkamera, digitale


DVD - Digital Versatile Disc

Die DVD ist ein optisches Medium zur Datenspeicherung. Aufgrund der hohen speicherbaren Datenmenge führte ihre Entwicklung zur Digitalisierung im Heimvideobereich und verdrängte die analogen Videogeräte. Der Nachfolger der DVD ist die Blu-ray Disc (BD), die inzwischen auch zur Distribution von 3D-Inhalten verwendet wird.


DVB - Digital Video Broadcasting

Der vor allem in Europa, Afrika und Australien gebräuchliche Standard zur digitalen Fernsehübertragung wird unterschieden in Terrestrik (T), Satellit (S) und Kabel (C) sowie Mobilgeräte (H) und weitere Substandards.


DWT - DiskreteWavelettransformation

Wavelet


Dynamischer Tiefenschnitt

Tiefenschnitt, dynamischer




















vorige Seite     nach oben     nächste Seite   






Das S3D-INFO Fachwörterbuch durchsuchen: